Thomas Rachel MdB: "Die Angst vor Schmerzen ernst nehmen."

Düren -. Anlässlich der Vorstellung einer Tötungsmaschine in den USA durch den australischen Verfechter der Sterbehilfe, Philip Nitschke, machte der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Nordrhein-Westfalens, Thomas Rachel, deutlich, dass aktive Sterbehilfe keine Lösung für die Nöte Sterbender ist. „Alle, die sich für aktive Sterbehilfe einsetzen, verdrängen die Probleme, die Krankheit und Schmerzen im Sterben verursachen." Hingegen gebe es viele Möglichkeiten im Rahmen der Palliativ- und Schmerzmedizin, auf die Sorgen und Ängste der Menschen einzugehen. „Die Menschen wollen nicht schneller, sondern schmerzfrei und würdevoll sterben," machte der CDU-Bundestagsabgeordnete deutlich.

Neben der Stärkung der entsprechenden medizinischen Versorgung sei dafür eine Stärkung des Hospizwesens unerlässlich. „Die Hospize, die Schwerstkranken und Sterbenden eine würdige Begleitung bis zum Tod ermöglichen, bekommen von den Kassen nicht den nötigen Pflegesatz genehmigt. Darin liegt für mich das eigentliche Problem." Rachel machte deutlich, dass angesichts der zunehmenden Zahl von alten und damit oft kranken Menschen die derzeitigen Gegebenheiten unzulänglich sind. „Es kann deshalb aber keine Lösung sein, Sterbende auf schnelle Weise aus dem Weg zu räumen." Rachel, der auch Mitglied der Synode der Rheinischen Landeskirche ist, fordert ein Umdenken bei allen politisch Verantwortlichen. „Wir müssen die Angst der Menschen vor dem Tod ernst nehmen, indem wir Wege eröffnen, die ein Sterben ohne Schmerzen und in Würde ermöglichen."

Düsseldorf, den 10.01.2003

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