Religionsunterricht stärken und ausbauen

Anlässlich der Veröffentlichung des gemeinsamen Berichts der Kirchen und der Kultusministerkonferenz zur Situation des Religionsunterrichts an den Schulen in der Bundesrepublik Deutschland erklärt der Obmann für Bildung und Forschung der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion und Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU NRW, Thomas Rachel (Düren): „Die hohe Anerkennung des Religionsunterrichts bei Eltern und Schülern ist bemerkenswert - besonders im Hinblick auf die neuen Bundesländer." Dies sei aber kein Grund, sich jetzt zurückzulehnen. „Die Situation in Berlin und Brandenburg zeigt deutlich, dass noch viel zu tun bleibt." Handlungsbedarf bestehe auch in bezug auf das unbefriedigende Unterrichtsangebot an Berufs- und Sonderschulen.

Gerade in Zeiten des Wandels, der viele Menschen verunsichere, sei die Vermittlung von Werten ein unerlässlicher Bestandteil einer umfassenden Bildung. „Bildung muss mehr umfassen als Wissen und technologische Intelligenz", zeigt sich der CDU-Bildungspolitiker überzeugt. „Wer am interreligiösen und interkulturellen Dialog teilnehmen will, braucht einen eigenen Standpunkt." Deshalb sei die konfessionelle Bindung des Religionsunterrichts ebenso bedeutend wie seine Eingliederung in den Fächerkanon der Schulen als ordentliches Unterrichtsfach.

Besorgnis äußerte Rachel über den offensichtlichen Mangel an Lehrkräften, der sich in Zukunft noch verschärfen wird. „Hier sind alle Verantwortlichen gefordert, die Ausbildung der Religionslehrerinnen und Religionslehrer zu fördern und zu stärken."

Düsseldorf, den 09.05.2003

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