Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU NRW begrüßt "Babyfenster" als Hilfsangebot für Frauen in extremer Notsituation

Der Landesvorstand des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU NRW unter Leitung des CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel hat die Bochumer Kinderklinik in der Alexandrinenstraße besucht und sich über die dortige Einrichtung des "Babyfensters" informiert. Im Gespräch mit der Vorstandsvorsitzenden des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Bochum, Frau Ingrid Gecks, und der Geschäftsführerin des SkF, Frau Michaela Wiedemhöver, wurden neben dem Nutzen eines solchen Hilfsangebots für Frauen in extremer Not auch die ethischen Probleme diskutiert, die sich in diesem Zusammenhang auftun.

In Deutschland kommt es Jahr für Jahr immer wieder zu geheimen Geburten, zur Aussetzung und zur Tötung von Neugeborenen. Die Hintergründe für eine Aussetzung oder gar Tötung eines Kindes sind vielschichtig und Fälle in allen Bereichen der Gesellschaft zu finden.

Thomas Rachel MdB: "Die Einrichtung eines 'Babyfensters' ist präventives Angebot, leistet Hilfe in akuter Not und bietet jenen Frauen Schutz vor gesellschaftlicher Diskriminierung, die ihrer Aufgabe als Mutter zur Zeit nicht gerecht werden können. Es will Hilfsangebot für Frau und Kind sein und dient dem Lebensschutz des Kindes durch Inobhutnahme und der Frau durch Beratung und Hilfe". Ziel sei es, die Aussetzung oder gar Tötung eines Neugeborenen zu verhindern und den betroffenen Frauen Hilfe und Unterstützung auf der Suche nach einer tragfähigen Lebensperspektive zu leisten.

Der Evangelische Arbeitskreis der CDU NRW befürwortet das Konzept des "Babyfensters" und hält eine breit angelegte Öffentlichkeitskampagne für notwendig, um das Bekanntwerden des "Babyfensters" zu erreichen und Vorurteile abzubauen.

Kritiker der Einrichtung eines "Babyfensters" betonen das Recht des Kindes, seine Herkunft erfahren zu können. Der EAK NRW ist sich jedoch einig, daß das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung nicht zur unüberwindbaren Hürde für den Schutz des Lebens und der Gesundheit werden darf. Im Vordergrund müsse stets das Leben von Mutter und Kind stehen. Es sei gut für ein Kind, seine Herkunft zu kennen, wichtiger aber sei es zu leben, betonte der EAK-Landesvorsitzende Thomas Rachel MdB. Grundsätzlich wurde betont, daß die Inanspruchnahme des "Babyfensters" stets in ein umfassendes Beratungs- und Hilfsangebot eingebunden sein müsse.

Düsseldorf, den 18.07.2003

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