Berichterstattung weltweit viel zu einseitig EAK-Landesvorsitzender erinnert an Christenverfolgung

Der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU in Nordrhein-Westfalen, Volkmar Klein MdL, sieht eine zunehmende Ungleichheit in der Berichterstattung weltweit. „Zu Recht wird über Koranschändung und Unterdrückung Moslemisch-Gläubiger berichtet. Aber wo bleibt der Hinweis auf die weltweite Christenverfolgung?" So geht ein süddeutsches Missionswerk mittlerweile von 200 Millionen verfolgten Christen weltweit aus. „Und das heißt konkret: Vertreibung, Folter und Mord." Dass die Medien darüber nicht genügend berichten, sei ihm schleierhaft, so Klein. „Anscheinend ist es in Ordnung, wenn Millionen Christen wegen ihrem Glauben gefoltert werden", ironisiert er. Damit dürfe man sich aber nicht abfinden. „Kein Mensch darf wegen seines Glaubens, egal welcher Richtung oder Konfession, benachteiligt werden. Wann gilt das endlich auch für Christen weltweit?"

Dass die Situation für die Christen in Staaten unter moslemischer Führung besonders schlimm ist, will Klein dabei nicht verschweigen. „Wir müssen in der internationalen Politik auch unsere Vorstellung von Toleranz verbreiten", fordert er.

So sehe er auch seine Kritik an einem frühen EU-Beitritt der Türkei bestätigt. „Auch in der Türkei werden Christen wegen ihres Glaubens benachteiligt. Wer solche Vorstellungen von Toleranz hat, kann kein Mitglied der europäischen Gemeinschaft werden, selbst wenn diese anscheinend einen Gottesbezug in ihren Grundfesten nicht mehr nötig hat", so Klein.
Der EAK fordert nun eine ausgewogenere Berichterstattung und einen prüfenden Blick auf die Situation und das Leid der Christen weltweit.

Düsseldorf, den 11.08.2005

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