EAK-Landesvorsitzender „erschüttert" über Mord an Frère Roger

Düsseldorf. „Ich bin zutiefst traurig über den Tod von Bruder Roger. Das er auf diesem Wege sterben musste, erschüttert mich sehr", mit diesen Worten hat Volkmar Klein MdL, Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreis der CDU, heute morgen den Tod des 90jährigen Taizé-Gründers Frère Roger kommentiert.

„Millionen von Jugendlichen haben sich dank ihm mit Nächstenliebe, Frieden und Versöhnung beschäftigt. Die Gemeinschaft in Taizé war einmalig", so Klein weiter. Er würdige ausdrücklich den Einsatz Frère Rogers für die Ökumene. Den Brüdern in Taizé und allen Gläubigen weltweit sprach er seine tiefe Anteilnahme aus.
„Der Weltjugendtag muss aber trotz dieses schlimmen Ereignis ein Fest der Freude bleiben", forderte Klein. „Frère Roger ist nun zu Hause beim Vater. Sein Lebensziel ist erfüllt. Diese lebendige Hoffnung sollte der Weltjugendtag mit dem Ausdruck großer Freude und Zuversicht in die Welt tragen."
Dem Nachfolger Frère Rogers, der deutsche Katholik Bruder Alois, wünschte Klein Gottes Segen und Kraft für die nun anstehenden Aufgaben in der Gemeinschaft.
Der 90 Jahre alte Frère Roger habe bereits vor acht Jahren Bruder Alois zu seinem Nachfolger ernannt, teilte die Gemeinschaft im burgundischen Dorf Taizé mit.


Der Gründer und Prior der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé, Bruder Roger, wurde am Dienstagabend bei einer Messerattacke tödlich verletzt. Eine offenbar geistesgestörte 36jährige Rumänin stach den 90-jährigen dreimal während des Abendgebets in den Rücken. Er sei er so schwer verletzt worden, dass er trotz schneller erster Hilfe gestorben sei.
Der Protestant Roger Schutz hatte sein Leben der Zusammenführung aller Christen gewidmet. Im August 1940 war der Schweizer mit 25 Jahren nach Frankreich aufgebrochen, um eine Gemeinschaft Gleichgesinnter zu gründen. Diese gründete er im burgundischen Dorf Taizé bei Dijon.
Zehntausende Jugendliche aus ganz Europa pilgern jedes Jahr zu den Jugendtreffen nach Taizé. Für Roger galt die Gemeinschaft und die menschliche Solidarität immer mehr als alle Konfessionen. Seine Botschaft war Liebe und Einheit unter allen Menschen.

Düsseldorf, den 17.08.2005

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