„Eine Stichtagsregelung muss erhalten bleiben"Der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises in der CDU Nordrhein-Westfalen, Volkmar Klein, fordert die Beibehaltung einer Stichtagsregelung für embryonale Stammzellen. "Es kann nicht sein, dass Embryonen für Forschungszwecke herangezüchtet und getötet werden und damit menschliches Leben zur Disposition gestellt wird", so Klein, der auch Abgeordneter im nordrhein-westfälischen Landtag ist.Genau das sei aber die Folge, wenn auf einen festen Stichtag, der notwendigerweise in der Vergangenheit liegen müsse, verzichtet werde. NRW-Forschungsminister Andreas Pinkwart (FDP) hatte vor kurzem die Stichtagsregelung kritisiert und deren Abschaffung gefordert. "Das ist ethisch nicht vertretbar und widerspricht dem Anliegen, Leben zu schützen", meint Klein. Er könne sich lediglich einen späteren Stichtag vorstellen, damit nicht mit den bisherigen offenbar verunreinigten Stammzellen gearbeitet werden müsse. Ein neuer Stichtag müsse aber notwendigerweise in der Vergangenheit liegen. Embryonale Stammzellen werden aus Zellen überzhliger Embryonen bei der künstlichen Befruchtung isoliert. Der Bundestag hatte vor vier Jahren in einer kontroversen Debatte beschlossen, dass nur so genannte Stammzelllinien importiert werden dürfen, die vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden. Als Alternative dazu stehen der wissenschaftlichen Forschung aber auch adulte Stammzellen zur Verfügung, die in Organen Erwachsener und im Nabelschnurblut Neugeborener zu finden sind. Neben seiner kritischen Haltung gegenüber der Forschung mit embryonalen Stammzellen fordert Klein die Intensivierung der Forschung an adulten Stammzellen, deren Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft seien und noch viele Chancen böten. Düsseldorf, den 08.12.2006 |
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