EAK Mülheim begrüßt alevitischen Religionsunterricht in NRW als weiteren Schritt zur Annäherung

Der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU-Mülheim, Gerhard Bennertz, und sein Stellvertreter, Heiko Hendriks, begrüßen ausdrücklich, dass zum Schuljahresbeginn 2008/2009 das Land NRW in den Städten Bergkamen, Köln und Wuppertal an insgesamt 4 Grundschulen alevitischen Religionsunterricht gestartet hat. Nach den Herbstferien wird auch in Duisburg ein Angebot eingerichtet.

Der Unterricht wird nach den Grundsätzen der Alevitischen Gemeinde Deutschlands und des europäischen Dachverbands AABF in deutscher Sprache erteilt. Unterrichtet wird von bereits im Schuldienst tätigen Lehrkräften alevitischen Glaubens. Bereits seit 15 Jahren setzt sich die AABF (Föderation der Aleviten Gemeinden in Europa) für die Berücksichtigung ihrer Glaubenslehre "Alevilik" an deutschen Schulen ein. Aleviten haben innerhalb des Islam eine eigene kulturelle und religiöse Identität.

Eine staatliche Lehrplankommission hat im vergangenen Jahr einen Lehrplan für die Klassen 1 bis 4 erarbeitet. Die Kommission setzte sich aus muslimischen und christlichen Lehrkräften zusammen, Mitglieder des alevitischen Dachverbandes nahmen beratend teil. Der Lehrplan ist nach den gleichen Grundsätzen aufgebaut, die auch für Lehrwerke des evangelischen, katholischen und jüdischen Religionsunterrichts gelten. So wird den Schülern u.a. vermittelt, andere Religionen zu akzeptieren, mit Angehörigen anderer Glaubensbekenntnisse ins Gespräch zu kommen und ihnen Respekt entgegenzubringen.

Die EAK Vertreter sind überzeugt, dass der alevitische Religionsunterricht in staatlicher Verantwortung die Integration stärken wird. „Unser Vorschlag ist, zu prüfen, ob dies auch in Mülheim unter Einbeziehung des hiesigen Demokratisch Alevitischen Vereins möglich ist.", so die beiden evangelischen Unionspolitiker.

Nach Schätzungen gibt es in Deutschland mehr als 600.000 Aleviten.

 

V.i.S.d.P.
Heiko Hendriks
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45479 Mülheim an der Ruhr
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Fax: 0208 4125204

 

Düsseldorf, den 10.10.2008

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