Christliche Politik im Land von Martin Luther

Christentum, Kirche und Politik - Grenzen und Möglichkeiten eines verbindenden
Engagements unter diesem Titel diskutierten Mitglieder des Landesvorstandes des
Evangelischen Arbeitskreises in Eisenach im Rahmen eines Seminars der Konrad Adenauer
Stiftung. Zunächst beschäftigte man sich mit dem Thema „Kirche im Land der
`Konfessionslosen`". Hierzu referierte der ausgeschiedene Bischof Dr. Christoph Kähler. In
den Ausführungen ging es um Mitglieder und strukturelle Entwicklungen der Kirchen in den
neuen Bundesländern. Ebenso wurden die Ursachen unter den gegebenen Umständen näher
beleuchtet.

Im Anschluss daran wurde die Rolle der Kirche in der Zeit der friedlichen Revolution von
1989/90 diskutiert. Hierbei ging es vor allem um die runden Tische in den Städten der
damaligen DDR und die Friedensgebete vor den Montagsdemonstrationen.

Sehr lebhaft und anschaulich beschrieb der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im
Thüringer Landtag, Dr. Klaus Zeh, die damalige Lage. Ebenso seinen Weg über den Demokratischen Aufbruch (DA) zur CDU. Er verstand es die Zuhörer mit der Verquickung seines persönlichen Lebenswegs und der damaligen politischen Lage in seinen Bann zu ziehen. Hierbei war der Glaube der Dreh- und Angelpunkt seines Handelns.

Am zweiten Tag ging es um das Erbe und das Wirken von Martin Luther. Prof. Olaf Werner
von der Internationalen Lutherstiftung veranschaulichte das Wirken und die Leitsätze im
Leben von Martin Luther. Diesen Auftrag träg die Lutherstiftung jeden Tag Rechnung.
Sehr zufrieden zeigte sich im Anschluss der EAK Landesvorsitzende Volkmar Klein MdB:
„Die Rolle der evangelischen Kirche in der Zeit der friedlichen Revolution von 1989/90 war -
wie die Referate und Diskussion gezeigt haben - ein wesentlicher Pfeiler der
Wiedervereinigung."

Abgerundet wurde die Tagung durch den Besuch des Bach Hauses in der Eisenacher
Innenstadt.

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