Evangelischer Arbeitskreis der CDU Düsseldorf zu Gast beim Superintendenten

Am 6. September 2010 sprach der scheidende Superintendent des Kirchenkreises Düsseldorf, Pfarrer Ulrich Lilie, anlässlich einer Mitgliederversammlung des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Düsseldorf im Haus der Kirche zum Thema „Zukunft der Evangelischen Kirche in Düsseldorf”.


In seinem Grundsatzreferat legte der seit 2007 amtierende Superintendent die vielfältigen Herausforderungen der Volkskirche – in Verkündigung, Seelsorge und Diakonie, aber auch in den Bereichen Finanzen, Organisation und Gebäudeerhaltung – perspektivisch für die nächsten beiden Jahrzehnte dar und erörterte mögliche Lösungsansätze, die im Düsseldorfer Kirchenkreis, der rheinischen Landeskirche („Missionarisch Volkskirche sein”) sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland („Kirche der Freiheit”) diskutiert werden.

Der demographisch bedingte Schwund finanzieller Mittel wird zu einer ausgeprägten Prioritätensetzung im Sinne des Kernauftrags der Kirche – die Frohe Botschaft von der Versöhnung mit Gott durch Jesus Christus in Wort und Tat zu verkündigen – führen müssen. Beispielsweise könnte die evangelische Kirche in der Fläche präsent bleiben, ohne zwangsläufig allerorts eigene Predigtstätten zu unterhalten. Für mobile Zielgruppen (z.B. in der Jugendarbeit) könnten Angebote regional konzentriert werden. In der Verkündigung könnten vermehrt auch Nicht-Theologen (Prädikanten und Lektoren mit theologischer Zusatzausbildung) eingesetzt werden. Auch eine Aufwertung des Diakonats (dem römisch-katholischen Beispiel folgend) wäre bedenkenswert.

Dem Vortrag des Superintendenten folgte eine rege Diskussion, an der sich ein großer Teil der ca. 25 erschienen Mitglieder beteiligte. Sowohl der 1. stellvertretende EAK-Landesvorsitzende, Henning Aretz aus Essen, als auch Dr. Jens Petersen MdL nahmen an der Versammlung teil.

Superintendent Lilie wird Ende November in den Vorstand der Graf-Recke-Stiftung wechseln. Stellvertretender Superintendent ist derzeit Pfarrer Dr. Uwe Vetter, der bereits im Juni mit Vertretern des EAK-Kreisverbands Düsseldorf und des EAK-Bezirksverbands Niederrhein sprach.

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