Wo der Glaube am meisten kostet

2010-10-27_eak_hagen_open_doors_kleinWie nie zuvor in der Geschichte werden Christen heute in über 50 Ländern der Welt verfolgt. Über 100 Mio. Menschen werden wegen ihres Glaubens vertrieben, gequält und getötet, verdeutlichte Markus Rode, Geschäftsführer von Open Doors Deutschland  den über 120 Teilnehmern der Veranstaltung „Christenverfolgung – wo der Glaube am meisten kostet“. Der Evangelische Arbeitskreis der CDU – Hagen hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Open Doors unterstützt verfolgte Christen in der ganzen Welt. Die Hilfe reicht von der Lieferung von Bibeln, Mithilfe bei der Ausbildung und Anleitung von Geistlichen, Stellung von Zufluchtsstätten  und Nothilfe bei Vertreibungen. Mit über 1.000 Mitarbeitern ist Open Doors zum Teil verdeckt in der Welt tätig. Dabei setzen die Mitarbeiter oft die eigene Gesundheit und ihr Leben ein, um ihren christlichen Glaubensbrüdern und -schwestern zur Seite zu stehen.

Erfreut zeigte sich die Vorsitzende des EAK,  Angelika Stolze, darüber, wie viele Teilnehmer zu diesem nicht leichten Thema den Weg in das Gemeindehaus der Ev.-Reformierten Kirchengemeinde Hagen gefunden hatten. Seinen Glauben frei leben zu können, sei ein Grundrecht, verdeutlichte die EAK –Vorsitzende, dessen Achtung längst keine Selbstverständlichkeit in dieser Welt sei. Sie verdeutlichte aber gleichzeitig, dass, wer Religionsfreiheit für sich beanspruche, sie anderen genauso gewähren müsse. Hierfür will sich der Evangelische Arbeitskreis auch weiterhin einsetzen.

Besonders in muslimischen Staaten, aber auch in Ländern wie Nordkorea werden Christen verfolgt. Auch in der Türkei verschlechtere sich die Situation für die Christen, bedauerte Markus Rode. Erstaunlich sei, so der Geschäftsführer von Open Doors, dass gerade dort, wo der Verfolgungsdruck am größten sei, die Gemeinden wachsen und Menschen sich immer wieder zu ihrem Glauben bekennen.

„Wie könne man helfen?“ so fragten viele  Teilnehmer. Mit Gebeten und mit Nichtvergessen, lautete die Antwort von Markus Rode. Das Gefühl, dass sie von ihren christlichen Glaubensbrüdern und -schwestern nicht vergessen sind, gibt den Verfolgten Mut und Zuversicht, so die Erfahrung aus vielen Begegnungen mit verfolgten Christen. Seine Bitte an die Politik: Immer wieder die Verletzung der Menschenrechte zur Sprache bringen und die Mittel der direkten Diplomatie nutzen.

Zusätzliche Informationen